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Am 08.03.2019 ist Weltfrauentag
Anlass für eine kritische Diskussion

Heute am 08. März ist der internationale Frauentag. Der Feiertag bietet Anlass, immer wieder eine kritische und öffentliche Diskussion zu führen, wie es um die Rechte der Frauen steht.

In diesem Jahr erinnert uns der Internationale Frauentag besonders an Marie Juchacz: Vor 100 Jahren gründete sie als eine der kämpferischen Frauen die AWO. Im selben Jahr 1919 konnten Frauen erstmals wählen und gewählt werden. Marie Juchacz war eine der 37 Frauen, die in die Nationalversammlung einzogen, und die erste Frau, die dort eine Rede hielt.

Auch heute sind es gerade die kämpferischen Frauen, die sich für das Leben, die Würde und Gleichberechtigung der Menschen einsetzen und dabei viel riskieren. Noch immer wird Frauen weltweit so viel vorenthalten, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müsste: ein Leben in Würde und körperlicher Unversehrtheit, mit ausreichend Nahrung und einem sicheren Dach über dem Kopf. Mehr als 70 Prozent der Frauen weltweit sind von Armut bedroht. In einigen Ländern erleben bis zu 7 von 10 Frauen Gewalt. Frauen haben weniger Zugang zu Land oder Krediten als Männer – und produzieren trotzdem in vielen Regionen bis zu 80 Prozent der Lebensmittel.

„Die AWO steht für eine offene Gesellschaft, in der alle Frauen ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verwirklichen können“, betont der Geschäftsführer der AWO im Kreis Offenbach, Dirk Hartmann. Selbst hierzulande gibt es katastrophale Bedingungen in der Geburtshilfe, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine oft schlechte wirtschaftliche Situation von Alleinerziehenden und ein deutlich erhöhtes Armutsrisiko von Müttern im Alter. Die Politik muss sich noch stärker darauf konzentrieren, die Bedingungen für ein Leben mit Kindern und Familiengehörigen zu verbessern“, erklärt Hartmann.

Marie Juchaz, Gründerin der AWO, war die erste Frau, die vor einem deutschen Parlament sprach (19.02.1919)