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Klares Signal für Europa
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege wirbt parteiunabhängig für Europawahl

Europa steht seit vielen Jahrzehnten für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie. Die großartigen Errungenschaften der Europäischen Einheit wie der seit über 70-Jahren andauernden Frieden, die Möglichkeit des grenzenlosen Reisens oder die gemeinsame Währung sind für viele mittlerweile selbstverständlich.

Auch wenn es durchaus verbesserungswürdige Bereiche innerhalb der Europäischen Union gibt, so gibt es laut den Vertreterinnen und Vertretern der Liga der Wohlfahrtspflege der Stadt und des Kreises Offenbach keine bessere Alternative, als diese starke Einheit innerhalb Europas.

Deshalb verteilen die Vertreter der hiesigen Liga – ein Zusammenschluss der Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Parität, Jüdischen Gemeinde und des Deutsche Rote Kreuzes – die „Grenzenloscard“ und sagen ganz klar Ja zu Europa. Mit der Aktion sollen vor allem Jungwählerinnen und Jungwähler angesprochen werden, um auf die Bedeutung der Wahl aufmerksam zu machen.

„Mit Sorge verfolgen wir die aktuellen Ereignisse auf unserem Kontinent, vom Brexit angefangen bis hin zu den europabedrohenden Nationalisten, die in nahezu allen Ländern durch gefährlichen Populismus an Zulauf gewinnen“, erläutert Hanne Schirmer, Paritätische Regionalgeschäftsführerin Rhein-Main-Ost, die Beweggründe für die Aktion.

„Es ist häufig von einer „Schicksalswahl“ die Rede, bei der viele gemeinsame Werte wie Frieden, Freiheit und Demokratie gefährdet sind. Es ist uns wichtig, in unserer Region ein Zeichen zu setzten, um für die Wahl zu werben. Und dies absolut parteiunabhängig.“, so Thomas Ruff, Sprecher der Liga. Hauptsache „Ja“ zu Europa, da sind sich die sechs Verbände einig. Die klare Botschaft auf der „Grenzenloscard“ ist daher „EuropJA“.

Bei der Europawahl geht es um weit mehr, als nur um die Frage, wie wir mit Grenzen und Zuwanderung umgehen. Bewusst und vereinfacht dargestellt versuchen Gruppen und Parteien, vorwiegend diese Frage in den EU-Wahl-Fokus zu stellen. Aus Sicht der Wohlfahrtspflege geht es vorrangig um den Schutz und das Umsetzen von Grund- und Menschenrechten. Es geht um die soziale Infrastruktur, um die Förderung von Teilhabe, Armutsbekämpfung und das Verwirklichen von sozialen Rechten. „Wir wollen ein Europa ohne Grenzen, für den Menschen, in dem Partizipation und Engagement gefördert und in Zusammenhalt investiert wird.“, so die Liga-Vertreterinnen und Vertreter.

Konkret werden 5.000 „Grenzenloskarten“ vorwiegend an wahlberechtigte Schülerinnen und Schüler und Studierende verteilt, um an das WahlRecht zu erinnern.

Die Karten in Scheckkartengröße wurden auf ökologischem Material gedruckt und zeigen den eindringlichen Slogan: „Deine Wahl!“für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und Demokratie. Die Karten sind bewusst analog, um den jungen Menschen im schnellen digitalen Informationskonsum etwas Haptisches an die Hand zu geben.

Gestartet ist die Aktion etwa drei Wochen vor der am 26. Mai 2019 stattfindenden Europawahl, in dem die ersten Karten großzügig über die Schulen an die Schülerinnen und Schüler verteilt wurden. Parallel wurde die „Grenzenloscard“ durch die Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes in Umlauf gegeben.

Unterstützung kommt auch von der Schülervertretung. „Ich finde die Aktion klasse“, kommentiert Kreisschulsprecherin Layla Zoubek die Verteilung der „Grenzenloscard“. Die europäische Identität sei gerade in der jüngeren Generation hoch. „Wir unterstützen gerne die Aktion und helfen dabei, die Karten in den Schulen zu verteilen.“, so Zoubek.

v.l.n.r.: Dirk Hartmann (AWO), Hanne Schirmer (Parität), Patric Dietzel (DRK) und Henning Merker (Diakonie)