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Unsicherheit bei den freien KiTa-Trägern dringend beenden
Aus der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Stadt und Kreis Offenbach

Ab dem 16.03.2020 hat das Land Hessen die Kitas in Hessen schließen lassen, um die Verbreitung von Corona zu bremsen. Es wurden Notbetreuungen eingerichtet.

Neben der Notbetreuung machen die pädagogischen Fachkräfte nun Portfolioarbeit, Inventur, nehmen Renovierungsarbeiten vor, bringen den Außenbereich nach dem Winter in Ordnung, senden Kindern Videobotschaften, sortieren Material ein und aus, nähen Masken und bereiten die Wiederaufnahme des Betriebes vor, und vieles mehr.

„Die sicherlich notwendige Maßnahme der Schließung führt bei den Eltern, dem pädagogischem Fachpersonal und den freien Trägern allerdings gleichermaßen zu großen Unsicherheiten“, sagt Christiane Leonhardt-Içten, Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Stadt und Kreis Offenbach. Die KiTa-Beiträge wurden vielerorts für den April ausgesetzt. Ausgesetzt bedeutet jedoch nicht, dass die Gebühren auch wirklich erlassen werden. Das muss politisch teilweise erst noch in den Kommunen von den zuständigen Gremien entschieden werden.

 Glücklicherweise hat man im Kreis Offenbach hierfür bisher einheitliche Regelungen gefunden und auch in der Stadt Offenbach passiert das aktuell. „Dafür sind wir sehr dankbar. Wir brauchen in Hessen aber weitgehend durchgängig einheitliche Regelungen im Kita-Bereich“, wünscht sich Dirk Hartmann, Geschäftsführer der AWO im Kreis Offenbach und ist sich damit mit den Kolleginnen und Kollegen der Ligaverbände einig. Denn den Kita-Trägern, egal ob kommunal oder freie Träger fehlen mit den erlassenen Kita-Beiträgen zugleich auch fest eingeplante Einnahmen. Die Kommunen wird das vor große finanzielle Belastungen stellen. Wie es nach dem 19.04. weitergehen soll kann heute sowieso noch niemand sagen.

Erste Kommunen in Hessen fordern die Träger nun auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Gerade kleine Träger werden hier auf eine harte Probe gestellt. Hanne Schirmer, Geschäftsführerin der Parität Rhein-Main Ost berichtet, dass hierzu vielfach nichts in den Arbeitsverträgen geregelt ist und häufig gibt es bei den kleinen freien Trägern auch keinen Betriebsrat, mit dem entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen werden könnten. Einzelvertragliche Regelungen zu treffen, ist nahezu unmöglich. „Diesbezügliche Ungleichbehandlungen zwischen den kommunalen Kitas und den Kitas freier Träger müssen vermieden werden“, fordert Schirmer.

Das Land Hessen hat richtigerweise landeseinheitlich die Kitas geschlossen. Jede Kommune beschäftigt sich aber nun einzeln unter anderem mit den oben beschriebenen Problemen. Darüber hinaus gibt es kleine bis mittelgroße Träger, die verstreut über mehrere Kommunen Einrichtungen betreiben und mit der Vielzahl an unterschiedlichen und oft nicht untereinander abgestimmten Vorgehensweisen der einzelnen Kommunen schnell überfordert sind und vor große organisatorische Probleme gestellt werden.

„Wir bitten das Land Hessen daher, einheitliche Regelungen herbeizuführen. Wir haben dazu auch entsprechend die Landes-Liga um Unterstützung gebeten, die sich dem Thema angenommen hat.“ so Christiane Leonhardt-Içten.

 

 

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Stadt und Kreis Offenbach wird vertreten durch:

 

Dirk Hartmann, Geschäftsführer, AWO Kreisverband Offenbach Land e.V.

Thomas Ruff, Geschäftsführer, AWO Kreisverband Offenbach Stadt e.V.

 

Michael Klein, Caritasdirektor, Caritasverband Offenbach/Main e.V.

Christiane Leonhardt-Içten, Caritasdirektorin, Caritasverband Offenbach/Main e.V.

 

Martina Geßner, stellv. Leiterin, Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau

Henning Merker, Leiter, Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau

 

Sigrid Isser, Der Paritätische Rhein-Main-Ost

Hanne Schirmer, Regionalgeschäftsführerin, Der Paritätische Rhein-Main-Ost

 

Patric Dietzel, Teamleiter Soziale Dienste, DRK KV Offenbach e.V.

Beatrix Duttine-Eberhardt, stellv. Teamleiterin, DRK KV Offenbach e.V.

 

Olga Gerber, Jüdische Gemeinde Offenbach/Main