Die Träger der Migrationsberatung für Erwachsene (kurz MBE) in Stadt und Kreis Offenbach trafen am Montag, 29.09.2025, die Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg. Kern der Veranstaltung war die Übergabe eines Positionspapiers der freien Träger an die Landtagsabgeordnete mit Forderungen zur Sicherung der MBE für Erwachsene in Stadt und Kreis Offenbach. Die Finanzierung der MBE ist leider seit Jahrzehnten unsicher. Dies zieht sich inzwischen seit Jahrzehnten fort und führt zu einer großen Verunsicherung bei Trägern, Beraterinnen und Beratern und den Hilfesuchenden der Beratungsstellen.
Dennoch sorgen die Träger in Stadt und Kreis auf eigenes Risiko für eine hohe Beständigkeit. MBE-Berater Ali Karakale von der AWO Offenbach Stadt e.V. hebt hervor, wie gut die Vernetzung der MBE funktioniert und wie gut Ratsuchenden dort geholfen werden kann. Der neue Direktor der Caritas Offenbach, Martin Webers, ergänzt, „dass jeder investierte Euro doppelt wieder herausgeholt werden kann, wenn Ratsuchende in Arbeit geführt werden.“ Der Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Offenbach Land e.V. Dirk Hartmann, bemängelt: „Der Bund fördert mit seiner unsicheren (Unter-) Finanzierung prekäre Arbeitsverhältnisse, indem der Etat jährlich neu zur Diskussion gestellt wird und Lohnkosten Fern der Realität gedeckelt werden.“
Das Land Hessen und Stadt und Kreis Offenbach verlieren kontinuierlich MBE-Beratungsstellen, da immer mehr freie Träger aus finanziellen Gründen zum Ausstieg gezwungen sind. Das Land Hessen leistet zudem nicht wie sonst bundesweit üblich den vom Bund geforderten finanziellen Eigenanteil von 10 %. Die Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg zeigte sich beeindruckt von dem Leistungsangebot der freien Träger und betonte, dass die Unterstützung der MBE im Koalitionsvertrag der Landesregierung niedergeschrieben sei. Aufgrund der äußerst angespannten Haushaltslage konnte hier jedoch bisher keine Umsetzung erfolgen. Sie versprach jedoch, dieses Thema mit nach Wiesbaden zu nehmen und sich hierfür weiter stark zu machen.